„Die besten Argumente sind oft der Grund, warum ein Veränderungsgespräch scheitert. Je dringender jemand die Sache nimmt, desto größer die Versuchung, die Menschen zu überfahren, die er eigentlich gewinnen will.“ Tanja Föhr begleitet Veränderungsprozesse, in denen Klima, neue Technologien und Klimaanpassung immer wieder Thema sind. Die Autorin sieht dieses Muster ständig: „Wer fachlich recht hat, verliert oft den Kontakt zu den Menschen, die er überzeugen möchte. Die Argumente stimmen – aber die Art, sie vorzutragen, löst bei manchen genau die Abwehr aus, die man eigentlich vermeiden wollte. Denn Klimawandel ist für die meisten kein Thema, über das sie nachts wach liegen (außer es sind gerade 35 Grad im Zimmer, wie im Juni). Wach liegen sie wegen der Energiekosten, wegen der Kinder, wegen der Frage, ob der Job sicher ist – oder wie man ihn überhaupt noch schaffen soll bei all den Anforderungen. Wer diese Realität nicht anerkennt, redet an den Menschen vorbei.“ Deshalb stellt Tanja Föhr am Anfang eine Frage, die mit Klima nichts zu tun hat: „Was kostet euch gerade am meisten Energie? Dann kommen Antworten wie Lieferkettenstress, der neue Reporting-Standard, die Energieabrechnung, die letzten Monat erheblich gestiegen ist. Und genau da liegt die Brücke: ‚Genau darüber wollen wir heute reden.‘ Erst die ehrliche Verbindung, dann das Thema. Erst ankoppeln, dann informieren.“

Darum geht es in dem neuen Praxishandbuch „Recht haben reicht nicht“ – Klimakommunikation für Menschen, die Veränderung begleiten.: https://buchshop.bod.de/recht-haben-reicht-nicht-tanja-foehr-9783695736478

Quelle LinkedIn, Bild Tanja Föhr